Blumenstock GmbH

Ihr Blitzschutz-Profi

Fragen über den Blitzschutz

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Wie entsteht ein Blitz?

 

Ein Blitz ist ein elektrisches Phänomen: Zwischen der Erde und dem Himmel entsteht eine Spannung, die sich irgendwann „blitzartig“ entlädt. Ursprung dieser Spannung sind elektrische Ladungen in Gewitterwolken. Aufwinde reißen feine Tröpfchen nach oben in kalte Luft, wo sie zu feinen Eisteilchen gefrieren. Sie kollidieren dort mit größeren Graupelkörnern. Der schwere Graupel „stiehlt“ ihnen negativ geladene Elektronen. Er fällt nach unten, die positiv geladenen feinen Kristalle bleiben oben. So entsteht ein starkes elektrisches Feld. Überschreitet dieses einen Schwellenwert von etwa 170.000 Volt pro Meter, bewegt sich ein „Leitblitz“ aus negativen Ladungsträgern auf die Erde zu und hinterlässt dabei einen dünnen Kanal aus elektrisch geladenen Teilchen. Kurz vor der Erdoberfläche kommt dem Leitblitz eine positive „Fangentladung“ entgegen. Treffen Leitblitz und Fangentladung aufeinander, ist der Stromkreis geschlossen und der Hauptblitz schießt zur Erde.

 

Erscheinungsformen eines Blitzes

Linienblitz

Ein Linienblitz hat keine Verzweigungen. Er sucht sich jedoch nicht immer den direkten Weg zum Erdboden, sondern kann auch Bögen beschreiben, die aus einer bestimmten Perspektive als Knoten und kreisförmige Verschlingungen gesehen werden können. Der Linienblitz ist häufiger zu sehen als andere Blitze.

 

 

Flächenblitz

Ein Flächenblitz zeigt zahlreiche Verzweigungen vom Hauptblitzkanal.

 

 

Perlschnurblitz

Der Perlschnurblitz ist eine Blitzart, bei der der Blitz nicht durch einen zusammenhängenden Blitzkanal gekennzeichnet ist, sondern in einzelne, meistens nur wenige Meter lange Segmente zerfällt. Diese einzelnen Segmente leuchten heller und meistens auch etwas länger als ein „normaler“ Linienblitz. Von weitem betrachtet sehen die kurzen, leuchtenden Segmente des Blitzes wie eine Perlenschnur aus.

 

 

 

Kugelblitz

Kugelblitze sind seltene, kugelförmige Leuchterscheinungen, die bei Gewittern beobachtet wurden. Die zumeist auf Augenzeugenberichten basierenden Fälle können physikalisch nur unzureichend erklärt werden.

 

 

 

Wetterleuchten

Unter Wetterleuchten wird meistens der Widerschein von Blitzen verstanden, wenn man die Blitze selbst nicht sieht. Es kann bei einem weit entfernten Gewitter oder bei Blitzen, die sich innerhalb von Wolken entladen, entstehen. Den Donner hört man wegen der großen Distanzen meistens nicht oder nur schwach.

 

 

 

Elmsfeuer

Ein Elmsfeuer ist eine Funkenentladung gegen die umgebende Luft. Technisch betrachtet ist sie eine Vorentladung aufgrund großer Feldstärke. Sie tritt meistens an hohen Gegenständen wie Antennenmasten, Schiffsmasten, Flugzeugen oder Gipfelkreuzen auf. Elmsfeuer können eine Blitzentladung einleiten.

 

 

 

Positiver Blitz

Ein positiver Blitz ist ein Blitz, bei dem die Blitzentladung aus dem oberen, positiv geladenen Teil der Wolke (Amboss) zum Boden erfolgt. Diese Blitze sind um einiges stärker als negative Blitze und können kilometerweit vom eigentlichen Gewitter entfernt einschlagen. Zusätzlich leuchten sie auch länger als ein negativer Blitz und können einen weit größeren Schaden anrichten. Der Donner ist durch den länger anhaltenden Potentialausgleich lauter, einem Knall ähnlich und wird von einem niederfrequenten Poltern oder Rumpeln begleitet.

 

 

 

Elfen und Kobolde

Bei den Elfen handelt es sich um Blitzentladungen, die die Gase in der Ionosphäre erleuchten. Sie treten über großen Gewitterwolken als rötlicher Ring in etwa 90 km Höhe auf und werden vermutlich durch Wolkenblitze induziert.

Kobolde tauchen in der Mesospähre in einer Höhe von etwa 70 km ebenfalls über gewaltigen Gewittern auf. Sie breiten sich in Millisekunden nach oben und unten aus, erscheinen meistens rötlich und haben unterschiedliche Formen, von Pilzgebilden bis hin zu Lattenzäunen. Es gibt Vermutungen, dass sie der obere Teil eines positiven Blitzes sind.

 

 

 

Eruptionsgewitter

Blitzentladungen können auch durch einen Vulkanausbruch ausgelöst werden.  

 

Blitzschäden

 

Blitze richten in Deutschland jährlich Schäden in Höhe von mehreren Millionen Euro an. Durch Blitzeinschläge können Haus- und Waldbrände entstehen, zunehmend werden jedoch elektrische Geräte beschädigt. Zum Schutz werden daher viele Gebäude mit einem Blitzschutzsystem versehen. Von Versicherungsgesellschaften wird der Blitzschutz privater Gebäude jedoch nicht ausdrücklich verlangt.